Messeimpressionen der LivingKitchen: Flexibilität ist angesagt

Jede Messe hat ihren Star – den Stand, vor dem alle stehen bleiben.

 

Auf der LivingKitchen 2015 war es der Messestand von PITT Cooking: eine schlichte Kücheninsel mit integrierten Gaskochfeldern, darunter ein riesiges Aquarium voller farbenfroher Fische. Davor eine Traube von Besuchern mit Handys und Kameras in den Händen… Mit diesem ungewöhnlichen Konzept demonstrierte PITT Cooking die absolute Freiheit bei der Positionierung seiner Gaskochfelder, die in verschiedenste Arbeitsflächen eingepasst werden können. Angetreten, um den Beschränkungen der traditionellen Herdplatte etwas entgegenzusetzen, trifft das Unternehmen aus den Niederlanden den Nagel auf den Kopf. Flexibilität – das ist nämlich einer der Trends der diesjährigen LivingKitchen.
Einer der Vorreiter für anpassungsfähige Küchenlösungen ist die Naber GmbH mit ihrer Concept Kitchen. Hier wurde die Idee der Flexibilität radikal weiterentwickelt, dennoch sieht Designer Kilian Schindler seine Module nicht als Gegenentwurf zur klassischen Einbauküche: „Beim Projekt ging es um die Frage, wie oft man im Leben umzieht. Die andere Frage war: Wo braucht man eine Küche? Es wird doch nicht nur zu Hause gegessen und gekocht. Daher ist die Concept Kitchen weniger eine Gegenposition zur Einbauküche, sondern eher eine Alternative.“ Und bietet sich für die erste Wohnung an, lässt sich aber auch locker für die zweite, größere erweitern, passt ins Büro oder – mit den neuen schmaleren Modulen – auch in den Wohnbereich.

Mit solchen Lösungen stand Naber nicht allein: dizzconcept kam mit einem ganz frischen Award im Gepäck auf die LivingKitchen. Für seine Pop-up-Küche Pia hat das kroatische Unternehmen den Interior Innovation Award „Best of the Best“ 2015 gewonnen. Mit Pia ist dem Architekten und Designer Darko Špiljarić ein echtes Kunststück gelungen: Ein minimalistischer Schrank, der Platz für einen Flachbildmonitor plus Abstellfläche bietet, wird ausgeklappt zu einer voll funktionsfähigen Küche. Komplett mit Herd, Spüle und sogar mit Geschirrspüler. Installiert ist das platzsparende Objekt, das Špiljarić für den Einsatz im urbanen Raum ebenso wie in Ferien-Apartments oder Büros entwickelt hat, in weniger als einer Stunde.
Gar nicht weit entfernt von dizzconcepts Pop-up-Küche ist die Messeneuheit, die SieMatic auf der LivingKitchen vorgestellt hat. Gemeinsam mit dem Berliner Büro Kinzo hat das SieMatic Entwicklungsteam einen Klassiker neu interpretiert: das Küchenbüffet. „Gerade im urbanen Umfeld erfreut sich Historisches wachsender Beliebtheit, und der Wunsch nach individuellen Ausdrucksformen nimmt zu. Mit der SieMatic 29 bieten wir eine frische und zeitgemäße Interpretation des traditionellen Küchenbüffets sowie hohe Funktionalität und Flexibilität“, erläutert Geschäftsführer Ulrich W. Siekmann. Mit ihrer durch die abgeschrägten, gerundeten Seitenwangen unverwechselbaren Silhouette und dem leicht geschwungenen Fußgestell ist die SieMatic 29 eine gelungene Hommage an anno dazumal. Gleichzeitig kann sie mit Spüle und Kochfeld ausgestattet werden und trifft damit genau den Trend der heutigen Zeit: Alles ist möglich. Und zwar ganz so, wie es die Lebensumstände erfordern.

imm Köln

vdm

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