WOHNEN / BADKULTUR: Farbe, Ruhe und Tiefe prägen die Badgestaltung der kommenden Jahre
Das Badezimmer verändert seine Rolle im Haus. Es ist längst nicht mehr nur ein funktionaler Raum, sondern entwickelt sich zunehmend zu einem Ort, der genauso bewusst gestaltet wird wie Wohnzimmer oder Küche. Materialien, Licht und Farben werden gezielter eingesetzt, um Atmosphäre zu schaffen.
Für die kommenden Jahre sehen Villeroy & Boch und Ideal Standard drei gestalterische Richtungen, die sich bereits in aktuellen Projekten und Produktentwicklungen abzeichnen. Sie beschreiben weniger feste Trends als unterschiedliche Stimmungen, die in modernen Badezimmern entstehen können.
Eine davon arbeitet mit Farbe. Klare Formen bleiben erhalten, gewinnen jedoch durch farbige Oberflächen und kleine Details eine andere Wirkung. Das Bad wird dadurch persönlicher. Farbe tritt nicht nur als Dekor auf, sondern als Gestaltungselement, das Stimmung erzeugt und den Raum lebendiger erscheinen lässt.
Eine zweite Richtung orientiert sich stärker an natürlichen Materialien und ruhigen Farbtönen. Helle, weiche Oberflächen, organische Linien und zurückhaltende Texturen schaffen eine Atmosphäre, die an Landschaften und natürliche Materialien erinnert. Die Räume wirken offener und stiller.
Daneben zeichnet sich eine dritte Entwicklung ab, die mit dunkleren Tönen arbeitet. Hier geht es weniger um Helligkeit als um Tiefe. Oberflächen reflektieren Licht ähnlich wie Wasser oder polierter Stein. Materialien wirken dichter, Räume erhalten eine ruhigere, konzentrierte Präsenz.
Zusammen zeigen diese Entwicklungen, dass Badezimmergestaltung heute weniger von festen Regeln geprägt ist. Stattdessen entstehen Räume, die zwischen Farbe, Material und Licht ihre eigene Stimmung entwickeln.
BRAND: Villeroy & Boch
virtualdesignmagazine Michael Hiller


