TECHNOLOGIE 7 DIGITAL CULTURE: Samsung Studie überrascht: Deutsche wählen Smartphones anders als andere Europäer
Smartphones sind längst mehr als technische Alltagsbegleiter. Eine aktuelle Samsung Studie zeigt, dass persönliche Ziele, Lebensstil und Zukunftspläne die Kaufentscheidung zunehmend beeinflussen. Besonders auffällig ist Deutschland: Hier spielen persönliche Ambitionen bei der Wahl neuer Technologie eine größere Rolle als in den anderen untersuchten europäischen Ländern.
Zum Titelbild: © Samsung Electronics
Smartphone Design wird zunehmend zur Frage des persönlichen Lebensstils. Die aktuelle Samsung Galaxy Z-Serie mit Galaxy Z Flip8, Z Fold8 und Z Fold8 Ultra zeigt drei unterschiedliche Konzepte mobiler Technologie. © Samsung Electronics
Früher war die Entscheidung für ein neues Smartphone vergleichsweise einfach. Eine bessere Kamera, ein schnellerer Prozessor, ein größeres Display oder eine längere Akkulaufzeit lieferten überzeugende Kaufargumente. Heute kommt eine weitere Dimension hinzu. Menschen entscheiden sich zunehmend für Technologie, die nicht nur zu ihrem gegenwärtigen Alltag passt, sondern auch zu dem Leben, das sie führen möchten.
Wer auf Reisen eigene Filme produziert, neben dem Beruf ein kreatives Projekt entwickelt oder unterwegs produktiv arbeiten möchte, stellt andere Anforderungen an sein Smartphone als jemand, der hauptsächlich kommuniziert und Informationen abruft.
Eine aktuelle, von Samsung beauftragte Umfrage in fünf europäischen Ländern zeigt, wie eng persönliche Interessen und Technologieentscheidungen inzwischen miteinander verbunden sind.
Deutschland denkt bei Technologie besonders an die Zukunft
56 Prozent der deutschen Befragten geben an, dass ihre persönlichen Ambitionen Einfluss auf ihre Technologieentscheidungen haben. Damit erreicht Deutschland den höchsten Wert unter den fünf untersuchten Ländern.
In Frankreich, Italien und Spanien sind es jeweils 45 Prozent, in Großbritannien 37 Prozent. Der europäische Durchschnitt liegt bei 46 Prozent.
Die Ergebnisse zeigen einen interessanten Unterschied: Während ein Smartphone häufig anhand konkreter Funktionen beurteilt wird, orientieren sich viele Menschen offenbar auch daran, welche Möglichkeiten ihnen ein Gerät künftig eröffnen könnte.
Europaweit haben 66 Prozent der Befragten ihr aktuelles Smartphone mit Blick auf persönliche Interessen oder ihren individuellen Stil gewählt. Dazu gehören Gaming und Unterhaltung ebenso wie Reisen, kreative Nebenprojekte und die Produktion eigener digitaler Inhalte.
Auch das Design spielt dabei eine Rolle. 30 Prozent der deutschen Befragten haben ihr Smartphone ausgewählt, um ihren persönlichen Stil besser auszudrücken. Im europäischen Durchschnitt sind es 28 Prozent.
Wenn das Smartphone zum mobilen Arbeitsplatz wird
Der Wunsch nach mehr Möglichkeiten trifft allerdings auf die Grenzen klassischer Smartphone Konzepte.
Die Akkulaufzeit gehört weiterhin zu den größten Ärgernissen. 36 Prozent der europäischen Befragten nennen häufiges Aufladen als wesentlichen Frustfaktor. Besonders unterwegs kann die Abhängigkeit von der nächsten Steckdose den Nutzungskomfort erheblich einschränken.
Hinzu kommt die Frage, wie effizient sich Aufgaben auf einem vergleichsweise kleinen Bildschirm erledigen lassen.
18 Prozent der Befragten empfinden den ständigen Wechsel zwischen verschiedenen Apps als störend. Weitere 14 Prozent wünschen sich mehr Bildschirmfläche, etwa für mobiles Arbeiten oder Gaming. In Deutschland liegt dieser Anteil bei elf Prozent.
13 Prozent der europäischen Befragten müssen sogar auf ein Gerät mit größerem Display wechseln, um Aufgaben abzuschließen, die sie ursprünglich auf ihrem Smartphone begonnen haben. In Deutschland sind es zehn Prozent.
Diese Zahlen verdeutlichen, warum die Entwicklung moderner Smartphones nicht allein von immer leistungsfähigeren Prozessoren bestimmt wird. Entscheidend ist zunehmend, wie flexibel sich die verfügbare Technik in unterschiedliche Alltagssituationen integrieren lässt.
Privatsphäre wird zur Designfrage
Eine weitere Erkenntnis der Samsung Umfrage betrifft den Umgang mit persönlichen Informationen im öffentlichen Raum.
27 Prozent der befragten Europäer haben bereits darauf verzichtet, Online Banking oder Mobile Banking in der Öffentlichkeit zu nutzen, weil andere Personen möglicherweise ihren Bildschirm einsehen könnten. In Deutschland betrifft das jeden Vierten.
Privatsphäre wird damit auch zu einer Frage der Displaytechnologie und der Gestaltung mobiler Geräte.
Für 18 Prozent der europäischen Befragten könnte ein verbesserter Sichtschutz sogar ein Grund sein, ein anderes Smartphone Format in Betracht zu ziehen.
Samsung greift dieses Bedürfnis beim Galaxy S26 Ultra mit einem integrierten Privacy Display auf. Die Technologie soll verhindern, dass Personen seitlich auf sensible Bildschirminhalte blicken können.
Foldables eröffnen neue Möglichkeiten
Besonders interessant sind die Ergebnisse der Umfrage im Zusammenhang mit faltbaren Smartphones.
Während klassische Smartphone Designs über Jahre hinweg vor allem schlanker, schneller und leistungsfähiger geworden sind, verändern Foldables die Art, wie ein mobiles Gerät genutzt werden kann.
Ein Smartphone, das sich zu einem größeren Bildschirm entfalten lässt, verbindet zwei bislang unterschiedliche Anforderungen: ein kompaktes Gerät für unterwegs und eine großzügigere Arbeitsfläche für mehrere Anwendungen.
In Deutschland können sich 24 Prozent der befragten 25 bis 34-Jährigen ein solches Smartphone vorstellen. Das ist der höchste Wert unter den fünf untersuchten Ländern. Europaweit liegt der Anteil bei 21 Prozent.
Ebenfalls 24 Prozent der deutschen Befragten dieser Altersgruppe würden ihre gewohnte Smartphone Wahl überdenken, wenn ein leichteres oder dünneres Gerät besser zu ihrem Lebensstil passt.
Damit rücken nicht nur technische Leistungsdaten, sondern auch Ergonomie, Mobilität und die Wandelbarkeit eines Geräts stärker in den Mittelpunkt.
Samsung Galaxy Z Fold8 und Galaxy Z Flip8 als unterschiedliche Designkonzepte
Mit seiner aktuellen Galaxy Familie verfolgt Samsung verschiedene Ansätze für unterschiedliche Nutzungssituationen.
Das Samsung Galaxy Z Flip8 setzt auf ein kompaktes, faltbares Format. Im Vordergrund stehen Mobilität, Personalisierung und die Möglichkeit, ein Smartphone auch als Ausdruck des eigenen Stils zu nutzen.
Das Samsung Galaxy Z Fold8 richtet sich dagegen an Menschen, die unterwegs mehr Bildschirmfläche wünschen. Das faltbare Display schafft zusätzlichen Raum für Unterhaltung, Gaming und digitale Inhalte.
Noch stärker auf produktives Arbeiten ist das Galaxy Z Fold8 Ultra ausgelegt. Das großzügige Display und die Multi Window Funktion ermöglichen es, mehrere Apps parallel zu verwenden und unterschiedliche Aufgaben innerhalb einer gemeinsamen Arbeitsoberfläche zu organisieren.
Die verschiedenen Formate zeigen, wie unterschiedlich die Anforderungen an moderne Smartphones inzwischen geworden sind.
Welche Funktionen beim nächsten Smartphone wirklich zählen
Trotz der wachsenden Bedeutung von Design, persönlichen Zielen und neuen Geräteformaten bleiben klassische Leistungsmerkmale wichtig.
22 Prozent der europäischen Befragten nennen Geschwindigkeit und Leistung als besonders wichtiges Kriterium beim nächsten Smartphone Kauf, sofern die grundlegenden Anforderungen bereits erfüllt sind.
20 Prozent wünschen sich, mehr Aufgaben direkt auf ihrem Smartphone erledigen zu können, ohne auf ein größeres Gerät wechseln zu müssen. Für 15 Prozent ist ein dünneres, leichter transportierbares Design entscheidend.
Fast ein Viertel der Befragten, 23 Prozent, würde sogar ein anderes Smartphone in Betracht ziehen, wenn eine neue Funktion eine regelmäßig wiederkehrende Aufgabe spürbar erleichtert.
Die Samsung Studie macht damit deutlich, dass es beim nächsten Smartphone Kauf zunehmend um eine Kombination aus Leistung, Design, Flexibilität und persönlichen Anforderungen geht. In Deutschland spielt dabei der Blick auf die eigenen Zukunftspläne eine besonders ausgeprägte Rolle.
Quelle: Von Samsung Electronics beauftragte Umfrage unter Befragten in Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und dem Vereinigten Königreich. Die Prozentwerte beziehen sich auf die jeweils angegebenen Befragtengruppen.
Über die Studie
Die Untersuchung wurde im Auftrag von Samsung Electronics durch das Marktforschungsinstitut Censuswide durchgeführt. Zwischen dem 25. und 30. September 2026 wurden insgesamt 5.001 Personen ab 18 Jahren in Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und Großbritannien befragt. In Deutschland nahmen 1.000 Personen teil.
virtualdesignmagazine Michael Hiller