Kyle Hanagami schneidet seine Tanzvideos mit Final Cut Pro

KREATION / FILM: Kyle Hanagami schneidet seine Tanzvideos mit Final Cut Pro

Kyle Hanagami schaut sich seine eigenen Videos selten an. Ein Clip bleibt. Eine Choreografie zu „Love in the Dark“ von Adele. Gedreht 2017. Mehrere Paare bewegen sich über eine dunkle Bühne, mit Licht in den Händen. Für ihn ist das kein typisches Onlinevideo, sondern etwas Persönliches.

Hanagamis Aufnahmesetup hat sich seit seinen Anfängen, als er noch mit einer digitalen Kompaktkamera gearbeitet hat, stark verändert.

Er selbst ist darin kaum zu sehen. Das ist Absicht. Trotz Millionen Follower bleibt Hanagami lieber im Hintergrund. Seine Arbeit passiert in den Bewegungen der anderen.

Sein Weg begann nicht im Studio, sondern an der University of California, Berkeley. Eigentlich wollte er Medizin studieren. Nach kurzer Zeit stieg er aus und landete bei einer Tanzgruppe. Geprobt wurde draußen, mit einer einfachen Boombox.

Auch seine ersten Tanzvideos entstanden ohne Plan. Jemand aus seinem Umfeld hat sie online gestellt. Erst später hat er verstanden, wie stark seine Choreografien im Netz funktionieren.

Den Videoschnitt hat er sich selbst beigebracht. Erst mit iMovie, dann mit Final Cut Pro. Seitdem gehört der Schnitt für ihn zur Choreografie. Er entscheidet nicht nur, wie etwas getanzt wird, sondern auch, wie es gesehen wird.

Heute nutzt er Funktionen, die direkt in seine Arbeit greifen.

Mit der Magnetischen Maske lassen sich Personen im Bild schnell freistellen. Die Intelligente Anpassung hilft, wenn Material aus dem Querformat für Social Media gebraucht wird. Besonders wichtig ist für ihn die Beat Erkennung. Musik wird analysiert und als Raster sichtbar gemacht, sodass Schnitte exakt auf den Rhythmus gelegt werden können. Gerade bei Tanzvideos spart das viel Zeit.

Viele Ideen filmt er direkt mit dem iPhone. Für Produktionen wie Mean Girls hat er Sequenzen vorab so aufgenommen, um Bewegungen und Kamerawinkel zu prüfen, bevor größere Setups entstehen.

Im Studio arbeitet er mit mehreren Kameras gleichzeitig. Über Live Multicam lassen sich diese Perspektiven direkt zusammenführen. Die Synchronisation entfällt, der Schnitt entsteht über die Auswahl der Blickwinkel.

Auch die Musik entsteht parallel. Mit Logic Pro kann er Tracks bearbeiten, aufteilen und anpassen. Für grafische Elemente nutzt er Pixelmator Pro.

Tanz, Kamera und Schnitt laufen bei ihm nicht getrennt. Es ist ein Prozess.

BRAND: Apple

virtualdesignmagazine Michael Hiller

 

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