Apple iMac M6: Vertrautes Design, neue Leistung und künstliche Intelligenz

TECHNOLOGY: Apple iMac M6: Vertrautes Design, neue Leistung und künstliche Intelligenz

Apple entwickelt seinen All-in-One Computer weiter. Der neue iMac mit M6 Chip verbindet das bekannte 24 Zoll Design mit höherer Rechenleistung, erweiterten KI Funktionen und macOS 27. Sieben Farben, ein hochauflösendes Retina Display und neue Verbindungstechnologien sollen den Desktopcomputer für Kreative, Unternehmen und Privatanwender gleichermaßen interessant machen.

Es gibt Computer, deren Erscheinungsbild über Generationen hinweg nahezu unverändert bleibt. Der Apple iMac gehört dazu. Seit Jahren verfolgt Apple die Idee, einen vollwertigen Desktopcomputer auf möglichst wenig Raum unterzubringen. Bildschirm, Prozessor, Lautsprecher und sämtliche wesentlichen Komponenten bilden eine gestalterische Einheit. Was früher ein umfangreicher Arbeitsplatz mit separatem Rechner war, reduziert sich auf ein schlankes Display mit Standfuß.

Von Familien und Kreativprofis bis hin zu Kleinunternehmer:innen – Nutzer:innen können von einem deutlichen Leistungsschub und leistungsstarken KI Fähigkeiten für alltägliche Workflows profitieren, mit integriertem Datenschutz. Der iMac bringt auch Farbe in jeden Raum.

Mit dem neuen iMac M6 führt Apple dieses Konzept fort. An der äußeren Gestaltung verändert sich wenig. Die wesentlichen Neuerungen befinden sich hinter dem Bildschirm. Dort arbeitet erstmals der M6 Chip, der insbesondere bei grafikintensiven Anwendungen und künstlicher Intelligenz deutlich mehr Leistung ermöglichen soll.

Wenn das Design zur Konstante wird

Ein 24 Zoll großes Display, ein ausgesprochen flaches Gehäuse und eine Farbpalette, die sich bewusst von klassischen Bürocomputern unterscheidet: Apple hält an der visuellen Identität des iMac fest.

Blau, Grün, Pink, Gelb, Violett, Orange und Silber stehen zur Auswahl. Die Farben sind dabei mehr als eine dekorative Ergänzung. Sie bestimmen, wie sich der Computer in unterschiedliche Arbeitsumgebungen einfügt. In einem zurückhaltend eingerichteten Studio kann der iMac zum farbigen Akzent werden, während er in einem privaten Wohnraum beinahe die Rolle eines Einrichtungsgegenstands übernimmt.

Diese Verbindung von Produktgestaltung und Raumwirkung ist seit Langem Bestandteil der iMac Philosophie.

Das 4,5K Retina Display bleibt ein wesentliches Merkmal. Mit 500 Nits Helligkeit, dem großen P3 Farbraum und der Darstellung von über einer Milliarde Farben richtet es sich auch an Menschen, die beruflich mit Fotografien, Illustrationen oder digitalen Entwürfen arbeiten.

Gerade für Kreative ist die Qualität des Bildschirms entscheidend. Farbnuancen, Kontraste und feine Details müssen zuverlässig erkennbar sein, unabhängig davon, ob eine Fotografie bearbeitet, ein Layout gestaltet oder ein Film geschnitten wird.

Mit den leistungsstarken KI Fähigkeiten des M6 können Nutzer:innen mit dem neuen iMac noch mehr mit KI basierten Apps wie Pixelmator Pro und Claude machen – egal, ob sie Fotos verbessern, unerwünschte Objekte entfernen, Ideen sammeln, schreiben oder alltägliche Aufgaben schnell und einfach erledigen möchten.

Der M6 Chip verändert die Arbeitsweise

Die eigentliche technische Weiterentwicklung steckt im Apple M6 Chip.

Er verfügt je nach Ausstattung über bis zu zwölf CPU Kerne und zwölf GPU Kerne. Gegenüber dem bisherigen iMac mit M4 sind jeweils zwei zusätzliche Kerne möglich. Apple verspricht damit nicht nur kürzere Rechenzeiten, sondern vor allem einen flüssigeren Umgang mit mehreren anspruchsvollen Anwendungen.

Das betrifft beispielsweise die Bearbeitung großer Bilddateien, den Videoschnitt oder komplexe kreative Projekte, bei denen verschiedene Programme gleichzeitig geöffnet sind.

Nach Angaben von Apple erreicht der neue iMac in Anwendungen wie Affinity eine bis zu doppelt so hohe Grafikleistung wie das Vorgängermodell mit M4. Auch bei grafikintensiven Spielen mit Raytracing soll sich die Leistung verdoppeln.

Besonders groß fällt der Unterschied für Besitzer älterer Intel iMacs aus. Apple nennt hier eine bis zu 18 fach höhere Performance, abhängig von der jeweiligen Anwendung und dem verglichenen System.

Für viele Anwender dürfte allerdings weniger der maximale Benchmarkwert entscheidend sein als die Frage, wie schnell sich alltägliche Arbeitsabläufe tatsächlich erledigen lassen.

Künstliche Intelligenz wird Teil des Computers

Mit dem M6 rückt Apple die künstliche Intelligenz stärker in den Mittelpunkt seines Desktopcomputers.

Eine neue Dual 16 Core Neural Engine und zusätzliche Neural Accelerators in den GPU Kernen sollen KI Berechnungen beschleunigen. Gleichzeitig ermöglicht eine Speicherbandbreite von bis zu 170 GB pro Sekunde die Verarbeitung umfangreicher Datenmengen.

Das ist besonders für Anwendungen interessant, die künstliche Intelligenz unmittelbar auf dem eigenen Computer nutzen.

Statt sämtliche Informationen zur Verarbeitung an externe Server zu übertragen, können bestimmte KI Modelle lokal ausgeführt werden. Programme wie LM Studio gehören zu den Anwendungen, die von dieser Entwicklung profitieren.

Apple spricht bei der Verarbeitung von Prompts in LM Studio von einer bis zu zwölfmal höheren Leistung gegenüber einem iMac mit M1. Im Vergleich zum M4 soll die Geschwindigkeit um das Fünffache steigen.

Für Designer, Fotografen, Filmemacher und andere Kreative eröffnet diese Entwicklung neue Möglichkeiten. Bildmaterial analysieren, große Datenbestände verarbeiten oder mit lokalen Sprachmodellen arbeiten: Aufgaben, die vor wenigen Jahren noch erhebliche Rechenressourcen erforderten, werden zunehmend Bestandteil gewöhnlicher Desktopumgebungen.

Allerdings hängen die tatsächlichen Möglichkeiten weiterhin von der verwendeten Software, der Größe der Modelle und der jeweiligen Hardwareausstattung ab.

Mit einer 12 MP Center Stage Kamera sorgt der iMac dafür, dass Nutzer:innen bei Videoanrufen immer perfekt im Bild bleiben und mit der Schreibtischansicht können sie eine Draufsicht von ihrem Arbeitsplatz teilen.

macOS 27 und Apple Intelligence

Mit macOS 27 Golden Gate erhält der neue iMac auch eine weiterentwickelte Softwareumgebung.

Apple integriert zusätzliche Funktionen von Apple Intelligence direkt in das Betriebssystem und verschiedene Anwendungen.

Im Browser Safari sollen sich beispielsweise geöffnete Tabs automatisch nach Themen organisieren lassen. Auch Veränderungen auf Webseiten, etwa Preisreduzierungen oder die erneute Verfügbarkeit eines Produkts, können erkannt und gemeldet werden.

In der Kurzbefehle App lassen sich Automationen künftig durch einfache sprachliche Beschreibungen erstellen. Die Fotos App erhält weitere KI gestützte Bearbeitungsmöglichkeiten.

Für Menschen, die regelmäßig mit digitalen Medien arbeiten, könnten insbesondere solche Funktionen interessant werden, die wiederkehrende Arbeitsschritte vereinfachen.

Auch das Erscheinungsbild des Betriebssystems entwickelt Apple weiter. Die mit Liquid Glass eingeführte Gestaltung lässt sich in macOS 27 individueller einstellen. Nutzer können die Transparenz der Benutzeroberfläche verändern und zwischen einer besonders klaren und stärker eingefärbten Darstellung wählen.

Nicht sämtliche KI Funktionen stehen allerdings in jeder Sprache oder Region zur Verfügung. Einige Angebote befinden sich noch in der Betaphase oder unterliegen Nutzungsbeschränkungen.

Ein Arbeitsplatz mit wenigen Kabeln

Die Idee des iMac war immer auch eine gestalterische Antwort auf die zunehmende technische Komplexität am Schreibtisch.

Daran ändert sich mit der neuen Generation nichts.

Bis zu vier Thunderbolt 4 Anschlüsse ermöglichen den Anschluss externer Speicher, weiterer Bildschirme und unterschiedlicher Peripheriegeräte. In der entsprechenden Ausstattung lassen sich zwei zusätzliche 6K Displays betreiben.

WLAN 7 und Bluetooth 6 gehören ebenfalls zur neuen Generation. Optional bietet Apple eine Ethernet Verbindung mit 2,5 Gbit pro Sekunde an. Gleichzeitig sollen die SSD Laufwerke bis zu doppelt so hohe Lese- und Schreibgeschwindigkeiten erreichen.

Besonders bei großen Fotoarchiven oder umfangreichen Videoprojekten kann sich ein schnellerer Speicher bemerkbar machen.

Die integrierte 12 Megapixel Center Stage Kamera hält Personen bei Videogesprächen automatisch im Bild. Mit der Schreibtischansicht lässt sich zusätzlich die Arbeitsfläche von oben zeigen.

Ein Lautsprechersystem mit sechs Treibern, Dolby Atmos Unterstützung und drei Mikrofonen ergänzt die Ausstattung.

Tastatur, Maus und Trackpad sind farblich auf den jeweiligen Computer abgestimmt. Damit bleibt auch das Zubehör Teil des gestalterischen Gesamtkonzepts.

Mit WLAN 7, Bluetooth 6 und bis zu vier Thunderbolt 4 Anschlüssen lassen sich beim neuen iMac große Dateien schnell übertragen und eine ganze Reihe von Zubehörprodukten sowie bis zu zwei 6K Displays anschließen.

Materialien und Nachhaltigkeit

Apple verweist beim neuen iMac auf den Einsatz recycelter Rohstoffe.

Der Standfuß besteht nach Unternehmensangaben vollständig aus recyceltem Aluminium. In den Magneten werden ausschließlich recycelte Seltene Erden verwendet. Auch bei Goldbeschichtungen und Lötmaterialien setzt der Hersteller auf wiedergewonnene Rohstoffe.

Darüber hinaus gibt Apple an, dass bei der Fertigung innerhalb der Lieferkette 40 Prozent erneuerbarer Strom eingesetzt werden.

Die Verpackung basiert vollständig auf Faserstoffen, wobei Apple bestimmte Bestandteile wie Klebstoffe und Beschichtungen bei seiner Berechnung gesondert behandelt.

Diese Maßnahmen sind Teil der Unternehmensstrategie, bis 2030 CO₂ Neutralität über die gesamte Geschäftstätigkeit hinweg zu erreichen.

Was der neue Apple iMac M6 kostet

Der neue iMac kann ab dem 28. Oktober 2026 vorbestellt werden. Die Auslieferung beginnt laut Apple am 6. November 2026.

Das Einstiegsmodell mit einer 10 Core CPU und einer 10 Core GPU kostet in Deutschland ab 1.799 Euro. Für den Bildungsbereich beginnt der Preis bei 1.739 Euro.

Die leistungsstärkere Variante mit zwölf CPU Kernen und zwölf GPU Kernen startet bei 1.999 Euro beziehungsweise 1.879 Euro im Bildungsbereich.

Je nach Modell stehen zusätzliche Ausstattungsoptionen zur Verfügung, darunter ein Nanotexturglas für das Display, weitere Anschlüsse und unterschiedliche Eingabegeräte.

Apple richtet sich mit dem neuen iMac an mehrere Nutzergruppen: Menschen, die ihren bisherigen Desktopcomputer ersetzen möchten, kleine Unternehmen sowie Kreative, die einen kompakten Arbeitsplatz mit leistungsfähiger Hardware suchen.

Am äußeren Erscheinungsbild hält Apple fest. Die Unterschiede zur vorherigen Generation liegen vor allem im neuen M6 Chip, den erweiterten KI Möglichkeiten und der schnelleren Konnektivität.

 

BRAND: Apple

virtualdesignmagazine Michael Hiller

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