Künstlerische Druckverfahren Wochenend-Kurs im LWL-Industriemuseum Glashütte Gernheim

Petershagen (lwl). Der Druckgraphiker Hannes Schützler leitet für den Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) einen Workshop in der Werkstatt der Glashütte Gernheim. Im Ambiente des LWL-Industriemuseums erlernen die Teilnehmer an einem Wochenende den Weg vom Entwurf zur fertigen Radierung. Am Samstag (18.3.) von 14 bis 18 Uhr und Sonntag (19.3.) von 10 bis 17 Uhr stehen dazu die Vorbereitung der Platte und des Druckpapiers sowie die Umsetzung von einer Radierung mit Kaltnadel oder Ätzung auf einer Platte aus Zink, Kupfer oder Polysterol auf dem Programm.
Der Kursleiter geht auf den Kenntnisstand der Teilnehmer ein, so dass am Ende Anfänger und Fortgeschrittene eigene Arbeitsergebnisse präsentieren können. Mitzubringen sind eigene Zeichnungen, Skizzen und Fotos als Vorlage, Zeichenutensilien und ein altes Hemd zum Drucken. Alle weiteren Materialien stehen zur Verfügung. Die Kursgebühr beträgt 120 Euro (ermäßigt 95 Euro). Interessierte ab 16 Jahren können sich unter 05707 93 11 0 anmelden.
Die Technik der Radierung zählt zu den bekanntesten druckgraphischen Künsten. Sie entwickelte sich aus dem Kupferstich, wie ihn Albrecht Dürer benutzte. Rembrandt, ein Meister der Radierkunst, vollendete mit der Einführung der Strichätzung und der Kombination mit der kalten Nadel diese Technik. Bis heute nutzen Künstler die Radierung als graphisches Medium. Wichtiger Bestandteil der Arbeit ist die Materialerfahrung mit Druckplatte, Druckfarbe, Druckpapier und den speziellen Werkzeugen. Der Kurs beinhaltet eine entsprechende Einführung in die grundsätzlichen Techniken und die Geschichte der Radierung.

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Der Kunstpädagoge und Graphiker Hannes Schützler an der Druckpresse in der Glashütte Gernheim. Foto: LWL

vdm Michael Hiller

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