Von Mad Max bis zu etwas ganz Feinem: Die letzte CUSTOMBIKE-Show in Bad Salzuflen bot wieder alles!

MOBILITÄT/MOTORRAD: Von wild bis elegant! Die letzte CUSTOMBIKE bot wieder alles!

Die Monate sind schon wieder ins Land gegangen und die letzte CUSTOMBIKE-Show liegt auch schon wieder ein bisschen zurück. Auch redaktionell gab es einiges aufzuarbeiten und so ist es jetzt genau an der Zeit, darüber zu schreiben.

Wie zu erwarten war – von Brutalumbauten auf hohem Niveau bis hin zu Bikes, die anscheinend mit der Maniküre-Ausrüstung zusammengesetzt worden sind, wurde wieder alles gezeigt. Insbesondere die Szene für Endzeitfeeling kam hier voll auf ihre besonderen Kosten. Frisch aus dem neuesten Mad Max Film schienen bestimmte Umbauten entsprungen zu sein. Finster und böse schauten die Maschinen aus und man erwartete, zumindest ich, dass gleich ein fieser Krieger kommt, um mich niederzustrecken. Kam natürlich nicht, aber im Umfeld glänzender Chrom – und fein lackierter Edelbikes wirkten die barbarisch anmutenden Monstermaschinen wie der Ork im Porzellanladen.

Mad Max und Endzeitstimmung: Hiermit geht es!

Einen wichtigen Besuch stattete ich auf dem BMW-Stand ab. Dort stand sie nun, die viel beschriebene BMW Motorrad Concept R 18 /2.. Im schönsten Rot. Ein Custom-Cruiser, elegant und kraftvoll gleichermaßen. Kurz vor dem Messebesuch bekam ich immer wieder Anfragen im Magazin, ob ich denn wisse, wann diese Maschine wohl in Serie geht. Und ja, sie tut es. Mir wurde erklärt, dass der Serienstart für April 2020 geplant sei und so ist es nun auch. Im April geht der Cruiser an den Start. Um es gleich vorwegzunehmen: Dieses Motorrad ist eine Augenweide. Schön langgezogen und etwas geduckt kommt sie daher. Allerdings in einer Form, die modern wirkt und nicht irgendwie an Retro erinnert. Man muss natürlich den Style mögen, aber ich bin sicher, dass sich hier ganz schnell eine Fangemeinde aufbaut.

Die BMW Motorrad Concept R 18 /2. Ein Cruiser für moderne Zeiten

Viele kleine Manufakturen mit dem Hang zu ganz feinem Maschinenbau sind auch zu finden hier auf der weltgrößten Ausstellung für Custom-Bikes. Mit hoher Sensibilität gemacht und im Detail schon fast so filigran wie ein Uhrwerk wirken manche Umbauten. Viel zu schade, um damit zu fahren. Jedes Staubkörnchen würde die Ästhetik sofort im Keim ersticken. Ein Dilemma: Sind doch gerade solche Bikes dazu prädestiniert, gefahren werden zu wollen.

Feinster „Maschinenbau“

Eine ganz andere Fraktion sind Umbauten, die irgendwo einzuordnen sind zwischen Terminator und Düsenjäger. Extrem groß, extrem schnittig und extrem aggressiv im Auftritt wirken sie. Man sucht beim näheren Betrachten den Knopf für den Zerstörer-Modus.

Terminator und Co!

Fast lieblich wirken kleine Custom-Umbauten von zierlichen Mopeds. Bei der Patina etwas nachgeholfen kommen diese Vertreter ziemlich charmant daher. Gemacht wahrscheinlich auch für das kleine Portemonnaie.

Klein und fein!

Was natürlich auf dieser Ausstellung nicht fehlen darf: Die großen Gleiter! Motorräder mit Straßenkreuzer-Genen, gemacht für Elvis und solche, die das Gleiten auf pottebenen Straßen zelebrieren wollen und wo das Wenden eigentlich nicht im Programm vorgesehen ist. Eine Kategorie von Motorrad, wo das Maß des Minimalismus reinster Hohn ist und durch das Wort ersetzt wurde: Monumental.

Straßenkreuzer oder besser gesagt der Hang zum Understatement?

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Fotos/Autor: Michael Hiller

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